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Re: Snowflake-Proxy auf UUGRN-Maschine (was: Update und reboot shell.uugrn.org am 2026-05-17)


Hi,

die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, möchte aber dennoch meine persönliche Meinung dazu äußern und erlaube mir das jetzt einfach mal.

Auch ich habe nichts gegen Snowflake.

Allerdings frage ich mich schon auch, warum hier Fragen des Traffics als wichtiger erachtet werden als die Frage, wo Software laufen soll, deren Nutznießer*innen keine Vereinsmitglieder sind, sondern die – wenn auch noch so politisch sensibilierte/drangsalierte, unterstützungswürdige – Öffentlichkeit. Zumal die UUGRN kein politischer Verein ist.

Dass Shell und Wiki ernsthaft vorgeschlagen werden! Komme nicht raus aus dem Kopfschütteln.
Wer meine Gedanken als unnötige Bedenken abtut, kann ja seine *Mitglieder-VM* als Snowflake-Proxy zur Verfügung stellen. Meine Unterstütung hätten diejenigen.

Meine "Bedenken" drehen sich um drei Punkte. Ich bitte um sachliche Diskussion dieser, und dass wir die Trafficfrage derweil außenvor lassen.

1. den satzungsmäßigen Vereinszweck. Snowflake hat mE nicht mehr mit Unix zu tun als Dolphin, Blender, Audacity, oder Windows.

2. unsere VMs liegen in einer Cloud. Freie Ressourcen sind lediglich ungenutzte vertraglich zugesicherte Verfügungskonzessionen, ein abstraktes Gut. Das Vereinsguthaben liegt ja auch nicht in Form von Goldbarren irgendwo rum, sondern sind Zahlen in irgend ner Bank-Datenbank. Bestimmt gerät kein CO2-Molekül nur deshalb in die Luft, weil Shell oder Wiki gerade nix zu tun hat, subjektiv überdimensioniert ist.

3. Es braucht nicht viel Phantasie sich vorzustellen, dass Snowflake-Proxies technisch bekämpft werden, zumindest entsprechenden Versuchen ausgesetzt sein könnten. So sicher die "Broker" sein mögen und versprechen, ihre Peers zu decken, nach der Vermittlung spricht der Akteur (Dissident, Geheimdienstler, whatever) ja mit dem Peer direkt.
Eine Software, die nun mal politische Gegner hat, weil sie in deren Augen ihren politischen "Feinden" als Schutz dienen bzw. als Stellvertreter. Von denen wir übrigens nicht mit Sicherheit annehmen können, dass sie alle unsere "Freunde" sind, diese Welt ist halt nicht schwarzweiß.
Werden Attacken gegen sie gefahren, sind damit womöglich auch Maschinen insgesamt im Fadenkreuz, auf denen sie laufen. Wäre blöd, wenn diese hauptsächlich den Vereinsmitgliedern dienen sollten, d.h. Shell, Wiki, etc. Wie gesagt, der Verein dient keinen politischen Zwecken, also sollte den Admins dieser Maschinen nicht auferlegt sein, auch etwa Cyberattacken ausländischer Akteure abwehren zu müssen. Fragt die KI eures Vertrauens nach Details wie das gehen könnte, das gehört nicht hier auf die ML.

Alles unnötige Bedenken? Wie gesagt, Freiwillige vor, die Snowflake auf ihr "eigenes" virtuelles Blech tun. Meine Tipps dazu: Domain einer Instanz außerhalb der uugrn.org-zone. Und wenn diese Domains auch nicht in öffentlichen Seiten des Vereins zu finden sind, sondern nur im Snowflakenetzwerk, weiß auch niemand, ob die UUGRN sie indirekt finanziert, demnach in kranken Köpfen zu den Tunichtguten zählen könnte.

Meine kritischen 2 Cent zum Thema. Ich habe sie hoffentlich freundlich genug formuliert, dass ihr sie respektieren könnt, auch wenn ihr manche Dinge anders seht.


Viele Grüße
Florian.

20.05.2026 11:21:32 Marc Haber <mh+uugrn@xxxxxxxxxxxx>:

> Denkst Du dass es besser wäre, das auf einer anderen Vereins-VM zu betreiben und nicht ausgerechnet auf Shell?

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Re: Snowflake-Proxy auf UUGRN-MaschineMarco Moock <mm@xxxxxxxxxx>